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Ein historisches Bild unserer Schmiede

Historie

SHW im Lauf der Zeit

Unsere Historie und Tradition reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Erstmalig erwähnt 1267, hat man im Forbachtal nach Edelmetallen und später auch Eisenerz und Kupfer geschürft.

Um das Jahr 1600 wurde die erste Hammerschmiede errichtet. König Friedrich förderte die Verarbeitung von Erz und die Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten, so dass 1763 der erste Hochofen errichtet werden konnte. König Friedrich zu Ehren wurde der Ort Friedrichstal benannt. Bis 1820 war Friedrichstal mit fast 100 Arbeitern das größte der sieben württembergischen Hüttenwerke und ab dem Jahre 1805 auch das Einzige welches Stahl produzierte.

Die Stahlherstellung war eine besondere Herausforderung und gehörte zu den streng gehüteten Werksgeheimnissen. Mit der Erfindung des Herdfrischverfahrens durch Friedrich August Pulvermüller, erhielt man einen für die Geräteherstellung besonders gut zu verarbeitenden und harten Stahl. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Friedrichstal zum Zentrum der württembergischen Sensenherstellung. Die aus Friedrichstal stammenden Sensen waren schon zur damaligen Zeit in Europa sehr geschätzt.

Facharbeiter für die Sensenherstellung kamen eigens hierfür aus der Steiermark. Die Namen der heutigen Betriebsstätten Hauenschmiede, Sensenhammer oder Königshammer, wurden durch sie geprägt und stammen noch aus jener Zeit.

Nach Ende des 2. Weltkrieges wollten immer weniger junge Leute das schwere Schmiedehandwerk erlernen. Durch dieses Nachwuchsproblem entstand der Zwang zur Umgestaltung der Fertigungsverfahren. In zunehmendem Maße wurden schmiedetechnisches Know-how und die Fertigkeiten der Schmiedehandwerker in Maschinen und Produktionswerkzeuge vereint.

Im Verlauf dieser Veränderungen entwickelte man im Werk Friedrichstal das Verfahren des Schmiedewalzen zur Herstellung von Hacken. Es ermöglichte die Hacke aus einem Stück ohne großen Materialverlust herzustellen.

Das neue Verfahren brachte eine hohe Schichtleistung bei niedrigerem Materialeinsatz und Energieaufwand. Hacken konnten nunmehr in einer einzigen Schmiedehitze fertiggestellt werden. Zuvor musste dagegen mehrmals erhitzt werden bis eine Hacke produziert war. Dies verschaffte dem Werk einen Vorsprung gegenüber anderen Wettbewerbern von gut einem Jahrzehnt.